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Tradition unterm Kirchendach

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Es war Jahre lang fester Bestandteil des Vorwärts-Jahres: Das Stiftungsfest. Erst ging es mit allen Vorwärtslern in die Kirche. Anschließend gingen die aktiven in die Kneipe. Eine Tradition die ihr Ende fand, doch in diesem ganz besonderen Jahr kam sie wieder auf.

Zum Jubiläumsgottesdienst begrüßte uns Willi Stroband in St. Bartholomäus. Festlich geschmückt war das Gotteshaus und die Trikots und Fahnen zeigten: Das ist kein normaler Gottesdienst. Das ist Vorwärts Ahlen. Willi hatte sich natürlich direkt angepasst. "Ich hab auf meinem Wäschestände gekramt, schließlich hab ich ja noch nen Schal von der DJK", den nutzte er sofort als Stola.

Führte den Gottesdienst ein und stellte Fest, dass er trotz der nähe zum Lindensportplatz gar kein Mitglied ist und deshalb noch garnicht die Vereinszeitung bekommen hat. Die anschließende Abfrage der Anwesenheit zeigte sich knifflig. "Wie lange bin ich eigentlich schon bei der DJK", wird sich der ein oder andere gefragt haben. Immerhin: Sogar aus der ältesten Riege, der bis zu 70-Jahre aktiven hatten einige den Weg in die Kirche gefunden. Und auch von der "Erfolgreichsten Mannschaft von Vorwärts im 19 Jahrhundert" waren gleich 5 Spieler anwesend. Die letzte Meistermannschaft war ebenfalls würdig vertreten: Durch Michael "Michel" Strickmann.

Zur Predigt holte Willi dann richtig aus, startete einen Streifzug durch unsere Chronik und stellte schnell fest: "Da ist ganz schön viel aus meiner Heimat drin", schließlich war das erste Spiel einer Mannschaft von Vorwärts gegen ein Team aus Gelsenkirchen. Doch die wirklich bekannten Spieler kamen aus anderen Abteilungen: Andreas Preuß zum Beispiel, der aktuelle Manager von Borussia Düsseldorf. Sein Team kommt am 8.12. zum Tischtennis-Bundesliga "Heimspiel" gegen Saarbrücken in die Friedrich-Ebert Halle. "Das werde ich mir nicht entgehen lassen", war Willi sich sicher, bei dem Event muss er dabei sein. Und auch von unserem Clubheim schwärmte er: "Keine Selbstverständlichkeit. Bei uns im Handball hätten wir das damals sehr gerne gehabt. So gingen wir nach jedem Training in die Kneipe."

 

Passend dazu kündigte er nach der Gabenbereitung und der Kommunion die "Happy-Hour" von Clubheim-Wirt Hermann an. Bier, Cola, Fanta und so weiter für 1€. "Nicht ganz die Preise wie vor 100 Jahren, aber die Richtung stimmt", stellte Willi fest und war etwas verdutzt, als er auf den Altar blickte. "Hier liegt auf einmal ein Mitgliedsantrag. Ich kenn meine Daten zwar gerade nicht, aber ich unterschreibe schonmal." Schon war er Mitglied. 

Zum Abschluss gab es dann noch Willis obligatorisches Give-Away. "Für die Frauen eine Rose für die Männer einen Kugelschreiber, oder beides, das könnt ihr euch aussuchen", Kündigte das frisch gebackene Mitglied an und verteilte zusammen mit Martin Metzner und Herbert Stemmer jede Menge davon.

Eine gelungene Neuauflage, die noch nicht zu Ende sein sollte, doch Willis-Part war vorbei, denn beim Gala-Abend wird er leider nicht dabei sein. Oder vielleicht doch? Wir werden es sehen.

Die Vorwärtsler ließen es sich in jedem Fall noch gut gehen. Bei Hermanns Happy-Hour trafen sich noch so viele im Clubheim, dass der kleinere Saal schnell zu klein war. Wieder ein Indiz dafür: Vorwärts ist und bleibt ein Geiler Verein!

   
   
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