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Fotoflut mit Sprachbarriere

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Es war das wohl spannendste und zugleich anstrengenste Turnier, das André Fisse seit langer Zeit erlebt hat. Der Trainer erfuhr vor fünf Wochen von dem Besuch der Soccer Skill Academy bei uns auf dem Lindensportplatz. Da musste natürlich ein Programm her und wer André kennt weiss: Ohne Emotionen und jede Menge Herzblut geht es nicht. So wurde gemacht getan, organisiert und arrangiert, bis dann schließlich am vergangenen Freitag der Flieger auf dem Dortmunder Flughafen landete.

Die Vorwärtsler standen mit Bullis parat und ab ging die Fahrt Richtung Wersehof. Dort richteten sich die Kicker, die allesamt unter 10 Jahre alt waren, ihr Lager ein. Gemeinsam mit Trainern und einigen Eltern. Insgesamt 27 Leute besuchten uns an besagtem Wochenende.

Nach der Einrichtung im Hotel folgte noch ein kleiner Wettbewerb. Im Elfmeterturnier musste man sich beweisen.


Die großeFußballerische Herausforderung stand allerdings erst am Samstag an. Zum Turnier auf dem Lindensportplatz tratenn insgesamt sechs Teams an. Vier unsrer Jugendteams, eine Vertretung der Aramäer und besagte Soccer Skills Academy. Ein Austausch für die englischen und die deutschen Kicker, denn die Gäste aus der britischen Hauptstadt zeigten den Ahlenern, das englischer Fußball durchaus hart sein kann.

Zurück schlug das Wetter auf dem Lindensportplatz. Temperaturen von an die 30 °C und dazu permanent die pralle Sonne waren für den ein oder anderen ferngereisten dann doch zu viel. So musste auch mal der Wasserschlauch herhalten. Trotzdem war Academy-Verantwortlicher Nabil Bkiri hochzufrieden: „Das ist Wahnsinn, wie das hier läuft. Wir wurden super herzlich empfangen. Besser kann es gar nicht laufen“, erklärte der Engländer und verglich den Umgang mit dem englischen Nachwuchssport: „Gerade in London gibt es viele Akademien. Da wird dann versucht Spieler zusammen zu holen. Mit versprechen wie: „Ich kenne wen bei United, ich bringe dich zu Arsenal“, aber wir wollen das nicht. Stattdessen machen wir das Tor auf und gucken wer kommt“, erklärt Bkiri und zeigt stolz ein Foto vom Camden New Journal, wo gleich auf der Titelseite ein Academy-Team einen Pokal in die Höhe reckt. „Wir sind in dieser Saison mit der U14 London Meister geworden und das Team hier ist ins Finale gekommen“, freut er sich, auch wenn ein Kräftemessen mit den ganz großen dazu nicht notwendig war: „Mit Mannschaften wie Arsenal machen wir nur Freundschaftsspiele“, lehnt sich Bkiri zurück und genießt den Nachmittag in der Sonne. Während die jungen wilden draußen auf dem Rasen schon wieder dem runden Leder nacheifern. Fisse ist derweil auf dem Weg zurück in die Turnierleitung. Wieder voll unter Strom: „Hätte ich vorher gewusst was das bedeutet, hätte ich es vielleicht gelassen“, so Fisse, der die Aktivitäten der Engländer in Deutschland erst seit vier Wochen plante. „Wir mussten das internationale Turnier ja leider absagen, aber da hatten unsere Gäste schon alles gebucht“, erklärt er den Besuch der Londoner, denen man so doch noch ordentlich Turnieraction bot.

Zum Abschluss gab es dann noch eine Chronik vom 100-Jährigen Vorwärts-Jubiläum und eine Vereinszeitung der DJK. Diesmal in der englischen Sonderedition und nur für Trainer und Eltern, denn die Kids waren vom Kunstrasen nicht mehr weg zu bekommen.

Am Abend folgte ein gemeinsames Essen und natürlich: Jede Menge Fußball rund um unser Clubheim. Die vorerst letzte Gelegenheit für den englischen Nachwuchs auf deutschem Boden die Kugel rollen zu lassen, denn am Sonntag stand nur noch der Heimweg in die englische Hauptstadt an.

   
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