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E1-Jugend zu Gast in Partnerstadt Teltow

Details

Unsere E1-Jugend war wiedermal „on tour“. Sie ist der Einladung des Teltower FV 1913 e.V., unserer Partnerstadt, gefolgt, um dort am 01.05.2017 am Bürgermeisterpokal 2017 teilzunehmen. 

Am Samstag, 29.04.2017 ging es gegen 7.45 Uhr in Ahlen mit drei Bullis inkl. Anhängern für 20 Jungs und 7 Erwachsenen in Richtung Teltow. Die Stimmung war, wie immer, hervorragend bis aufgeregt und alle waren gespannt, welche Abenteuer dieses Wochenende auf uns warteten. Durch die Aufregung mussten unterwegs mehr Pinkelpausen eingelegt werden als geplant. Da wir aber keine Staus hatten, konnten wir unser Ziel, wie geplant, gegen 14.00 Uhr erreichen. 

Dort angekommen, wurden wir bereits erwartet und herzlich begrüßt. Die Teltower hatten es so organisiert, dass wir zu den Mahlzeiten und Ausflügen jeweils durch Eltern und Kindern einer dortigen F- oder E-Jugendmannschaft begleitet wurden. Nachdem wir also ankamen, gab es zur Stärkung erstmal belegte Brötchen, Obst und Gemüse für alle, die dankbar angenommen wurde. Nach der Mahlzeit konnten wir schon mal unsere Turnhalle zur Alleinbenutzung direkt am Sportplatz, inspizieren und erste Schlafplätze „ausgucken“.  

Die Teltower haben sich wirklich ins Zeug gelegt, denn im Anschluss stand noch ein Besuch im nahegelegenen „Industriemuseum Region Teltow e.V.“ an, wo wir eine interessante ca. 100-jährige Zeitreise machen konnten. Alte bis uralte Telefone, Computer und Funkgeräte luden zum Ansehen, Anfassen und Ausprobieren ein. Der eine oder andere konnte versuchen, seinen Vornamen in Morsezeichen zu übermitteln. Für Kinder wie Erwachsene gleichermaßen interessant zu sehen, wie die Eltern, Großeltern und Urgroßeltern Fernkommunikation betrieben haben. 

Beim Verlassen des Museums trafen wir zufällig auf Ahlener, die mit dem „Ahlener Verein für Städtepartnerschaft e.V.“ ebenfalls an diesem Wochenende in Teltow und Berlin zu Besuch waren. Die Welt ist klein…

Wieder am Platz angekommen, ging es los mit dem Entladen und Aufbauen der Schlafstätten. Gegen Abend erwartete uns eine weitere Elternfraktion zum Burger-Grillen und Kennenlernen. Klasse Organisation! Anschließend konnte die Kids nichts mehr davon abhalten, zusammen mit den Teltower Kids, Restenergie auf dem Rasenplatz loszuwerden.

Als später die E1 wieder in der Halle zusammenkam und es langsam etwas ruhiger werden sollte, begann das Abenteuer „Lichtschalter“. Uns wurde ein großer Schlüsselbund für nahezu jede Tür am Platz zur Verfügung gestellt. Leider war in der Halle weit und breit weder Lichtschalter noch zugehöriger Sicherungskasten zu finden, um das Licht bzw. die Bewegungsmelder auszuschalten. Man stelle sich die Proteste der aufgebrachten Kinder vor, die selbstverständlich bei Licht NIEMALS schlafen könnten...;-)
Nach stundenlanger Suche war es spät am Abend und noch kein Kind am Schlafen. Improvisation war gefragt. Wir stellten die Jungs vor eine Herausforderung, nämlich die Bewegungsmelder zu überlisten. Hierfür sollten sich alle Jungs in die Schlafsäcke legen, möglichst wenig bewegen und möglichst leise sein. Nach ca. 10 Minuten würde das Licht ausgehen und alle könnten im Dunkeln schlafen. Diese Herausforderungen nahmen die Kinder zielstrebig an. Nach ca. 5 Minuten war das Licht zwar noch an, aber etwa die Hälfte bereits eingeschlafen. Weitere 5 Minuten später erlisch dann das Hallenlicht und die restlichen Kids fanden gegen 23.00 Uhr ihre Nachtruhe. Nächtliche Toilettengänge ließen die Halle zwar wieder taghell erleuchten, das störte aber eher die Betreuer, die Kinder schliefen wie Steine.

Am nächsten Morgen lernten wir beim Frühstück erneut Teltower Eltern kennen und nach dem Frühstück trafen wir wiederum auf andere Teltower Eltern und Kinder einer Teltower Mannschaft an der S-Bahnstation, um gemeinsam mit uns einen Berliner Stadtrundgang zu machen. Mit unserer „Jugend on tour“-Fahne im Gepäck ging es per S-Bahn zum Potsdamer Platz, am Denkmal für die ermordeten Juden vorbei zum Brandenburger Tor. Von dort weiter zum Reichstagsgebäude, wo bei bestem Ausflugswetter zunächst eine Eis-Pause eingelegt wurde. Danach weiter zum Bundeskanzleramt, durch den Tiergarten Richtung Schloss Bellevue, zwischendurch Kletterpause auf einem Spielplatz. Nächstes Ziel war die Siegessäule, die natürlich auch bestiegen wurde. Nachdem so ziemlich jeder die Höhe der Säule „besiegt“ hatte, ging es zur Mittagspause durch den Berliner Tiergarten zurück Richtung Sony-Center. Nach dem Essen per S-Bahn zurück nach Teltow. So erschlagen die Jungs aus Berlin kamen, so wirkte der Anblick des Fußballplatzes in Teltow Wunder und setzte ungeahnte Restenergien frei.

Kaum angekommen schlüpften alle in die Fußballtreter und powerten sich ein weiteres Mal aus… bis es am Abend Pizza gab. Wahnsinn!

Während wir Berlin unsicher gemacht haben, fand man in Teltow inzwischen die Lösung des Lichtproblems. An dem großen Schlüsselbund fehlte ein Schlüssel zu einer Hallentür, hinter der sich schlichtweg DER Schalter befand…

Beruhigt, eine weniger helle Nacht verbringen zu können, konnten die Ahlener den Abend gemütlich beisammen ausklingen lassen. Durch den ausgedehnten Spaziergang in Berlin ging bei den Kindern früh das Licht aus. Am nächsten Tag sollte Turniertag sein.

Nach dem Frühstück und auch schon direkt nach dem Aufstehen begannen alle schon mal, nahezu selbständig, ihre Sachen zu verpacken, damit nach dem Turnier zügig der Rückweg angetreten werden konnte. Der Heimweg war noch lang und am anderen Tag wieder Schule.

Da wir mit vielen Jungs angereist waren, konnten wir nach Absprache mit zwei Mannschaften im Turnier starten. So hatte jeder Spieler ausreichend Spielzeit. Bei 14 Mannschaften konnten beide Vorwärts-Teams einen guten jeweils 4. Gruppenplatz erreichen. Das vereinsinterne Platzierungsspiel um Platz 7 jedoch haben wir bewusst und aus Zeitgründen nicht ausgespielt. Am Ende sind alle erschöpft, ausgelassen aber gesund am 01.05.2017 gegen 21.00 Uhr in Ahlen angekommen.

Wenn auch der Wanderpokal nicht mit nach Ahlen sollte, haben wir an diesem Wochenende wieder so viel (kennen-)gelernt und gewonnen. In der Gemeinschaft konnte das Team weiter wachsen. Das gemeinsame Abenteuer wird unvergessen bleiben.

Zuerst bedanken wir uns an dieser Stelle im Namen aller Mitgereisten bei dem Teltower FV 1913 e.V. für die Einladung zum Bürgermeisterpokal 2017, den herzlichen Empfang, die gastfreundliche Verpflegung und die nette Begleitung der Eltern der mitwirkenden Eltern aus Teltow, die sich allesamt als tolle Gastgeber erwiesen haben. Ihr habt euch viel Mühe gegeben, damit wir uns wohlfühlen. Das habt ihr geschafft und habt unsere Erwartungen übertroffen.

Weiterer Dank geht an unseren Verein, an alle mitwirkenden Eltern in jeglicher Form für die Unterstützung und die Möglichkeit der Umsetzung dieser Fahrt, für jegliche Mithilfe, die eingebrachten Ideen und Improvisationen und die einzigartigen Momente. Danke auch an die, die jetzt bei der Aufzählung vergessen wurden.

Ein dickes Lob geht an die E1-Jungs. Alle haben super mitgezogen, insbesondere in Berlin, wenn es in der S-Bahn etwas „schneller und kompakter“ und an der einen oder anderen Stelle wegen vieler Menschen etwas „konzentrierter“ zugehen musste. Ihr seid super. Wir sind sooooo stolz auf euch, dass wir mit euch 20 Kindern (10-11 Jahre) eine Großstadt wie Berlin besuchen kann! Super Leistung!

(Bilder folgen)

   
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