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Ein Vierteljahrhundert Titeljagd

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Es ist wohl die erfolgreichste Abteilung im ganzen Verein. Auch wenn sich viele Mannschaften zu recht feiern, wenn sie eine Meisterschaft errungen und damit einen Aufstieg geschafft haben. Es kommt bei weitem keiner an das heran, was die Kampfkunst bei Vorwärts in den letzten 25 Jahren auf die Beine gestellt hat.

Oder besser: Was Mario Worzfeld auf die Beine gestellt hat, denn wie kein anderer steht er für diese Abteilung. Mit 14 Jahren fing er an Taekwondo bei einem koreanischen Großmeister zu lernen. Er bildete sich bis zum schwarzen Gürtel und später in Pointfighting und im Formenbereich weiter.
Der schicksalhafte Moment für die Abteilungsgründung ergab sich während der Arbeit, dort begegnete Mario Herbert Stemmer. Sie sprachen über den Sport den Verein und es kam die Idee der Abteilungsgründung auf. Bereits kurz darauf fand am 3. April 1995 das erste Training der Kampfkunstabteilung statt. Damals schrieb unsere Vereinszeitung noch "Taekwondo", doch die Abteilung war schnell viel mehr als das.

Aus den anfangs elf Mitgliedern wuchs schnell ein Showteam heran. Die ersten Titel auf Turnieren wurden eingefahren und bei der großen Zahl an Auftritten bekam das Showteam im Jahr 1997 den Namen "Magic Dragon". Das bis dahin erfolgreichste Jahr wurde 2001 mit diverse Titeln in nationalen Wettkämpfen, einem dreifachen Erfolg für Mario bei der EM in Genf und Platz fünf bei der WM in Orlando. Ein Jahr später folgte für ihn der Weltmeistertitel in Irland.


2010 dann der große Umbruch. Das 10 Jahre erfolgreiche Team Magic Dragon zerstreute sich durch Studium und Ausbildung in die Welt, doch längst waren neue Sportler nachgekommen. Nicht zuletzt Marios eigener Nachwuchs rückte nun in den Fokus. Zum Generationenwechsel änderte sich auch der Name des Showteams. Aus Magic Dragon wurde Magic Dragon X. Eine Evolution.

Im letzten Jahr gab es eine Premiere für die Abteilung. Im Rahmen unseres Jubiläums fand das erste Kampfsportcamp statt. Knapp 25 Sportler kämpften zusammen mit den Top-Trainern Thorsten Bär und Stefano Scandola an gleich zwei Tagen hintereinander.

Eine runde Sache und sicherlich ein Highlight auch für die weit angereisten Trainer, die damit auch ihren Respekt gegenüber der Arbeit in unserem Verein zeigten. Eine Arbeit im Familienverein, der vor 25 Jahren ein neues Mitglied bekommen hat, das heute kaum noch wegzudenken ist. Einfach ein Stück Heimat, einfach eine geile Abteilung in einem geilen Verein.

   
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