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TuS Wadersloh - DJK Vorwärts Ahlen I 0:1

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Die positive Nachricht gleich vorweg: Am Ende der 90 Minuten standen an diesem Sonntagnachmittag drei Punkte auf dem Haben-Konto unserer ersten Mannschaft. Als schlechte Nachricht lässt sich besonders für die angereisten Zuschauer bedauern, dass dieses Spiel eine äußerst schwere Kost darstellte, in der von etwaigen Leckerbissen die gesamte Partie über weit und breit nichts zu sehen war. Vorwärts wirkte von Beginn an unausgeschlafen, vertendelte unachtsam viele Bälle und fand sich in den meisten Zweikämpfen nur in der Zuschauerrolle wieder. Der Gastgaber aus Wadersloh dagegen lebte vor, wie dieses Spiel eigentlich zu bestreiten gewesen wäre: Mit einer großen Portion Mut und dem unbändigen Willen, dem auf dem Papier klar favorisierten Gegner ein Bein zu stellen, spielte der Tabellen Zwölfte einen überraschend guten Ball nach vorne und erarbeitete sich im Laufe der Zeit eine Fülle von aussichtsreichen Torschussmöglichkeiten. Viele dieser Tugenden ließ unsere Mannschaft weitesgehend vermissen, was auch der Grund dafür ist, dass sich der Ersten in Hälfte 1. nicht allzu viele gute Gelegenheiten boten, in Führung zu gehen. Zu allem Überfluss wurden die wenigen echten Chancen allesamt viel zu hektisch vergeben. Und so blieb für alle Schwarz-Weißen Anhänger nur zu hoffen, dass der Seitenwechsel den so sehr ersehnten Aufschwung mit sich bringen würde - der allerdings nicht stattfand. Das Spiel unserer Jungs stagnierte und bot allen Beteiligten nicht viel mehr als einen von spielerischen Makeln geprägten Fußball, bei dem in den meisten Bereichen einfach eine Idee zu wenig investiert wurde. Immerhin entstand durch den zunehmenden Ballbesitz nun ein optisches Übergewicht der Ahlener, das dem Defensivverbund der Heimmannschaft nach und nach immer mehr abverlangte. Wadersloh kam jedoch nach wie vor zu besten Torchancen, die einerseits von Christian Splett gut pariert wurden, und in einem anderen Fall in Form eines Abseitstores zu Recht zurückgepfiffen wurde. Mit dem Verstreichen der Minuten deutete schon vieles auf eine enttäuschende Punkteteilung hin, doch Vorwärts biss sich, angetrieben von heute kämpferisch vorangehenden Typen wie Kevin Ortmann und Lars Bühler, noch einmal am gegnerischen Sechzehner fest. Und so fanden alle Schwarz-Weißen in der 90. Minute doch noch ihre Erlösung, als Jonas Strupat sich ein Herz nahm und in bester Büffel-Manier zum 1:0 Endstand vollstreckte. Für die sichtlich erleichterte DJK enden somit die äußerst erfolgreichen Wochen der sogenannten "Schweine-Spiele", an deren Ende unsere Mannschaft weiterhin über dem Rest der Liga thront. Soll dies weiterhin der Fall sein, so dürfte in der kommenden Woche dann aber doch noch eine Leistungssteigerung erforderlich sein, wenn auf dem Lindensportplatz um 14.30 der SC Lippetal zu Gast ist.

 

Splett - Ortmann, Pälmke, Mehovic, Bühler - Höltgen (46. Knörnschild), Pottgüter, Schmitz (73. Bonenkamp), Montoya Barea (46. Wildoer), Krampe - Strupat

   
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